Dienstag, 23. August 2016

Gemeinsam Lesen #36

 

Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die von Asaviel's Bücher-Allerlei ins Leben gerufen wurde. Die Aktion findet wöchentlich immer Dienstags bei Steffi und Nadja von Schlunzenbücher statt. Teilnehmen darf jeder wann und immer er Lust und Zeit dazu hat. Die Fragen auch nach Dienstag noch beantwortet werden. Bitte benutzt bei einer Teilnahme das Gemeinsam Lesen.

Über drei Monate ist es her, dass ich letzten Mal bei "Gemeinsam Lesen" mitmachte. 
Das lag zum einen an zu wenig Zeit und zum anderen daran, dass ich in den vergangenen Monaten nicht wirklich viel gelesen habe.
 Doch nun habe ich Urlaub und somit auch die Zeit mal wieder mein aktuelles Buch vorzustellen.
  
1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? Ich lese gerade Walt von Russell Wangersky und befinde mich aktuell auf S. 185.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite? "Einfach genug."

3. Was willst du aktuell unbedingt zu deinem Buch loswerden? Ach, ich weiß auch nicht so recht. Am Anfang gefiel mir das Buch wirklich gut. Der Schreibstil ist klasse, die Idee zwar nichts neues aber doch neu und sehr interessant aufbereitet. Der Protagonist Walt ist authentisch und auch echt unheimlich, aber die letzten 50 Seiten habe ich mich beim Lesen leider etwas gelangweilt. Ich hoffe, dass in den verbleibenden 120 Seiten noch irgendwas überraschendes oder packendes passiert.

4. Hast du eine Mindest- oder Höchstmenge an Seiten, die du liest? (Frage von KiraNear) Vermutlich ist hier eine Mindest- ode Höchstmenge pro Tag gemeint? Die habe ich nicht und hatte ich auch nie. Aktuell komme ich unter der Woche teilweise gar nicht zum Lesen und am Wochenende nur wenig. Dann gibt es wieder Sonntage, an denen ich 300 Seiten lese. Ich lese einfach dann, wenn ich Lust und Zeit dazu habe :)
Und was lest ihr gerade?

Montag, 22. August 2016

Liebster Award


Hallöchen zusammen :)

Nachdem in den vergangenen Monaten fast ausschließlich Rezensionen und Monatsrückblicke auf meinem Blog zu lesen waren, habe ich heute mal wieder etwas anderes für euch. Die liebe Petra von Reich der Buchgedanken hat mich für den Liebster Award nominiert und ich habe es heute endlich geschafft die Fragen zu beantworten. Vielen Dank nochmal fürs Nominieren! Ich habe immer Spaß daran Fragen zu beantworten und deine fand ich besonders toll :)

Die Regeln:
 
1. Danke dem Blogger, der Dich nominiert hat
2. Verlinke den Blogger, der Dich nominiert hat
3. Füge eines der Liebster-Blog-Award Buttons in Deinen Post ein
4. Beantworte die Dir gestellten Fragen
5. Erstelle 11 neue Fragen für die Blogger, die Du nominierst
6. Nominiere neue Blogs
7. Informiere die Blogger über einen Kommentar, dass Du sie nominiert hast

Kleiner Hinweis: Ich werde nicht alle Regeln befolgen, ich kleiner Rebell ;) Ich habe bereits einige Male am Liebster Award teilgenommen und so langsam gehen mir die Fragen aus. Ich finde die Fragen von Petra wirklich toll. Wer also Lust hat, kann diese Fragen gerne auch beantworten und mir seine Links da lassen. Ich schau auf jeden Fall vorbei. Kommen wir zu den Fragen :)

1. Kannst du während des lesen noch was anders neben bei machen, wenn ja was? Nein. Ich bin überhaupt nicht Multitasking fähig. Ich kann nicht einmal sprechen / zuhören und nebenbei die Spülmaschine ausräumen. Wirklich nicht. Evtl. kann ich nebenbei noch einen Kaffee / Tee trinken, aber das fordert meine Multitasking-Fähigkeiten auch schon aufs höchste ;)

2. Planst du im voraus was im nächsten Monat gelesen werden soll? Und wie klappt das in der Regel so? Als ich noch mehr gelesen habe, hab ich mir immer eine Leseliste gemacht. Die habe ich zwar nie ganz geschafft, aber ich habe auf jeden Fall einige der Bücher gelesen. Ich finde es einfach toll, mich mit meinen Büchern auseinanderzusetzen und die Vorfreude wird beim Erstellen der Leseliste noch gesteigert. Da ich in letzter Zeit jedoch nur sehr wenig lese, macht eine Leseliste nur wenig Sinn. Meisens habe ich im Kopf, welche Bücher ich gerne als nächstes lesen möchte :)

3. Von welchen Verlag hast du die meisten Bücher im Regal (in Zahlen)? Puuuuh...in Zahlen kann ich das leider nicht beantworten. Und ich besitze so viele Bücher aus unterschiedlichsten Verlagen, dass das nun wirklich eine längere Aktion werden würde alle zu zählen. Gefühlt habe ich am meisten Bücher aus dem Fischer Verlag.

4. Welche drei Bücher einer gleichen Cover-Farbe haben dir unerwartet positiv gefallen und eine absolute Empfehlung sind? Ich habe mich für die Farbe blau entschieden. "Zorn und Morgenröte" war unfassbar toll. Ich hatte das Buch noch gar nicht so recht auf dem Schirm und es konnte mich auf ganzer Linie überzeugen. "Silver Linings" habe ich geschenkt bekommen und relativ lustlos mit dem Lesen angefangen. Noch heute zählt es zu meinen absoluten Liebsingsbüchern. Und dann war ich noch recht skeptisch gegenüber "City of fallen angels" (das ist zwar mehr lila, aber irgendwie auch blau xD), da alle meinten, dass es überhaupt nicht an die Vorgänger herankommt. Ich fand es genau so toll ♥

5. Welches Buch würdest du selbst gern Durchleben und welches Buch wurdest nie Durchleben wollen? Ich würde niemals "Alles, was wir geben mussten" durchleben wollen. Das Buch zählt zu meinen Highlights aus 2015, aber die Welt dort ist so schrecklich und hoffnungslos...das muss ich echt nicht am eigenen Leib erfahren. Dafür wäre ich wirklich gerne Kelsey in "Kuss des Tigers". Indien, verwunschene Prinzen, Abenteuer...das wäre doch mal was ;)

6. Taschenbuch oder Hardcover Käufer und weshalb? Meistens kaufe ich Hardcover, weil ich einfach nicht warten kann bis das Buch als Taschenbuch erscheint. Beim Lesen selbst kommt es bei mir ganz auf die Stimmung an. Manchmal greife ich lieber zu einem HC, manchmal lieber zu einem TB.

7. Was war für dich das Schwerste als du das Bloggen anfingst? Der Anfang im Allgemeinen. Ich habe schon Jahre zuvor Rezensionen auf anderen Plattformen geschrieben und mir immer wieder überlegt einen eigenen Blog zu gestalten. Es war ein komisches Gefühl, als ich ihn dann freigegeben habe und die ersten zwei Monate, habe ich erst einmal gar nicht gebloggt xD

8. Bestellst du eher größere oder kleinere Buch Pakete? Wenn ich in einen Buchladen gehe, komme ich entweder ohne Buch oder gleich mit 2-3 raus. Wenn ich bestelle sind es auch meistens 2-3 Bücher. Nur eines habe ich schon ewig nicht mehr gekauft ;)

9. Bist jemand der die Reihen erst wenn sie komplett sind liest oder ist es andersrum? Ich habe unzählige angefangene Reihen hier stehen. Diese würde ich nun ganz gerne nach und nach beenden und weniger neues anfangen. Generell versuche ich mich etwas zurück zu halten. Ich besitze bspw. den ersten Band von "Das Juwel" und habe das Buch noch nicht gelesen. In wenigen Tagen erscheint Band 2, aber den werde ich erst einmal nicht kaufen. Ich werde nächstes Jahr irgendwann zwischen April und August den ersten Band lesen und den zweiten Band nachkaufen, wenn er mir gefällt.

10. Wie lange hast vor dem bloggen schon gelesen und hast sich dein Leseverhalten verändert? Als Kind habe ich sehr viel gelesen. Im Teeniealter dann weniger, eine Zeit lang sogar überhaupt nicht. Als ich dann mit 18 Jahren die Schule wechselte und eine weite Strecke mit der Bahn zurück legen musste, habe ich das Lesen wieder für mich entdeckt. Mein Leseverhalten hat sich eigentlich nur dahingehend verändert, dass ich mehr lese und für mehrere Genres offen bin.

11. Wie wichtig ist es dir, auch ältere SuB-Leichen zu lesen? Eigentlich sehr wichtig, auch wenn es leider meist die SuB-Leichen sind, die liegen bleiben. Prinzipiell lese ich aber das worauf ich Lust habe. Mal sind es neuere Bücher, mal ältere.

Vielen Dank nochmal fürs Nominieren, liebe Petra! Wer Lust hat, die selben Fragen zu beantworten kann dies gerne tun :) Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und schaue sehr gerne vorbei!

Sonntag, 21. August 2016

Rezension: Holly Seddon - Locked in. Wach auf, wenn du kannst (HÖRBUCH)

OT: Try Not To Breathe
Preis: 14,99€
Format: 2 MP3-CDs
Laufzeit: 9h 10 Minuten
Gelesen von: Marie Bierstedt, Anna Carlsson, Simon Jäger
Verlag: Random House Audio

ISBN: 978-3-8371-3346-2  
Erscheinungsdatum: 14. März 2016
Genre: Thriller
Reihe: EInzelband
Meine Wertung: 4,5/5 Sterne

Klappentext Alex Dare ist Journalistin. Und Alkoholikerin. Bei der Recherche für einen Artikel stößt sie auf den Fall von Amy Stevenson, die seit vielen Jahren im Koma liegt. Plötzlich wird Alex‘ journalistischer Spürsinn wieder wach. Denn sie kennt Amy. Und sie meint zu ahnen, dass Amy ein Geheimnis hat. Aber wer soll ihr schon glauben? Es sei denn, Amy gibt ihr Geheimnis preis ...

Zunächst einmal muss ich ein großes Lob für die Hörbuchsprecher vergeben. Simon Jäger kannte ich schon von verschiedensten Fitzek-Thrillern und mochte in diesen schon sehr gerne. Doch auch Anna Carlsson und Marie Bierstedt passten einfach perfekt zu den Rollen und zogen mich zusätzlich zu der Handlung in den Bann der Geschichte. Sie spielten gekonnt mit ihren Stimmen und schafften es die Gefühle und Gedanken der Charaktere perfekt widerzugeben.

Ein Mädchen wird im Alter von 15 Jahren so brutal zusammen geschlagen, dass sie fortan im Koma liegt. Ihr Wesen altert nicht und so hat sie selbst viele, viele Jahre später noch das Denken einer 15-Jährigen. Der Täter konnte nie geschnappt werden.

Die Charaktere des Buches sind alles andere als Stereotypen. Alex ist Alkoholikerin. Dies schreit gerade nach Stereotyp, doch gerade dies empfand ich als authetisch, da nicht nur das Trinken an sich thematisiert wurde, sondern auch dessen Begleiterscheinungen wie bspw. das Bettnässen und Einblicke in die eigentliche Sucht. Ihr Zustand wird schonungslos beschrieben, ohne von der eigentlichen Geschichte abzuweichen. Dabei ist sie nicht immer sympathisch, aber wer ist das schon? Doch auch Jacob ist unglaublich authentisch. Über ihn möchte ich gar nicht viel sagen, da man als Leser / Hörer seine Position und seine "Rolle" zunächst gar nicht so recht zuordnen kann und das ist auch gut so.

Das Buch ist in drei unterschiedliche Perspektiven aufgeteilt. Den größten Platz nimmt wohl Alex ein, auf der Suche nach der Wahrheit. Dann ist da noch Jacob und auch Amy kommt immer wieder zu Wort. Denn auch, wenn sie nach dem schweren Unfall im eigenen Körper eingeschlossen ist, hat sie dennoch ein Bewusstsein. Auch gibt es immer wieder Rückblicke in die Zeit vor der schrecklichen Tat, die Amy ins Koma brachte.

Das Buch selbst würde ich eher in die Sparte "psychologischer Spannungsroman" als "Thriller" stecken. Denn auch, wenn ich die Handlung unglaublich spannend und mitreissend fand: Die Geschichte ist sehr unblutig und ruhig. Es gibt keinen heftigen Countdown und keine großartigen Jagden. Doch das macht die Geschichte deshalb nicht weniger packend. Mich hat das Buch vom Stil (nicht von der Handlung) sehr an "Die Falle" von Melanie Raabe und "Gone Girl" von Gillian Flynn erinnert.

Ich habe das Buch im Auto auf dem Weg zur Arbeit gehört und musste mich teilweise wirklich dazu zwingen auszusteigen und zur Arbeit zu gehen. Irgendwann reichte ich es mir dann und ich schnappte mir die CDs um das Hörbuch zuhause zu beenden. Teilweise war mir das Buch vielleicht ein klein wenig zu ruhig, aber das waren wirklich nur wenige Momente. Ansonsten hielt mich die Geschichte um Amy, Alex und Jacob völlig gefangen. Das Ende ist ansich befriedigend. Es bleiben keine wichtigen Fragen offen und auch der Täter / die Täterin kann identifiziert werden. Dennoch war mir das Ganze ein wenig too-much.

Fazit: Ein ruhiger, aber dennoch spannender psychologischer Spannungsroman mit authentischen, nicht immer sympathischen Charakteren und grandiosen Hörbuchsprechern!

 

Samstag, 20. August 2016

Rezension: Claire Winter - Die verbotene Zeit

Preis Ebook: 15,99 €
Preis Hardcover: 19,99 €
Seitenanzahl: 576 Seiten
Verlag: Diana 
ISBN: 978-3453291683

Erscheinungsdatum: 14. April 2015
Genre: Roman 
Reihe: Einzelband 
Meine Wertung: 4,5 Sterne 

Klappentext 1975: Nach einem schweren Autounfall sind Carlas Erinnerungen wie ausgelöscht, und sie setzt alles daran, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Der Journalist David Grant behauptet, sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren spurlos an der Küste von Cornwall verschwand. Doch kann sie ihm vertrauen? Lügen ihre Eltern sie an? Die Wahrheit führt Carla weit zurück in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer verbotenen Liebe, aber auch einer schrecklichen Schuld ...

Berlin, 1922: Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft verbindet Edith und Dora von Kindheit an eine so enge und treue Freundschaft, als wären sie Schwestern. Dora ist die Tochter eines einfachen Hausmädchens, Edith die eines reichen Papierfabrikanten. Die beiden wachsen im schillernden Treiben der Großstadt heran, und ihre Verbundenheit bleibt ihnen auch als Erwachsene erhalten. Dora findet ihr Glück mit dem ehemaligen Sportler Paul Behringer, und Edith heiratet den Adeligen Maximilian von Stettenheim. Doch wahre Liebe begegnet Edith erst mit dem charismatischen Violinisten Jules Cohn. In den gefährlichen politischen Zeiten der Dreißigerjahre lässt Edith sich auf ein gewagtes Spiel ein, denn Jules ist Jude und im Widerstand aktiv. Dora bleibt der einzige Mensch, dem sie vertrauen kann. Und Edith wird schließlich gezwungen, die Freundin um etwas zu bitten, das ihrer aller Leben auf dramatische Weise für immer verändern wird ...

"Die verbotene Zeit" war mein erstes Buch von Claire Winter und ich kann es jetzt schon kaum erwarten, weitere Bücher von ihr zu lesen. Das Buch packt von der ersten Seite an. Eine Frau verliert 1975 ihr Gedächtnis und findet auf der Suche nach ihren Erinnerungen noch viel mehr als diese. Der zweite Handlungsstrang, der im Jahr 1922 beginnt, erzählt die Geschichte zwei Freundinnen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Leser begleitet sie als Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Des Weiteren spielt die deutsche Geschichte zu dieser Zeit eine große Rolle. Die beiden Handlungsstränge werden im Laufe der Geschichte immer weiter verknüpft, bis es zum Schluss ein "großes Ganzes" ergibt.

Der Schreibstil von Claire Winter ist sehr eindringlich und emotinal. Auch die bildhafte Beschreibung der Charaktere und Handlungsorte machte das Lesen zu einem wahren Genuss. Die Charaktere, insbesondere Edith und Dora, konnte ich genaustens vor mir sehen. Gekonnt schafft es Claire Winter nicht nur mit der spannenden Handlung sondern auch mit Worten und Andeutungen Spannung zu schaffen.

Die Charaktere schloss ich schnell ins Herz. Auch wenn ich hier von keinem "Lieblingsstrang" sprechen kann, da mir beide Stänge sehr gut gefallen haben, empfand ich die Charaktere aus dem Jahre 1922  als noch authentischer und liebenswerter. Insbesondere die Entwicklung die Dora und Edith während des Buches durchmachten hat mir sehr gut gefallen.

Die Handlung selbst ist an Spannung kaum zu überbieten. Während des Lesens stellte ich mir tausende Fragen, die letztendlich zum Glück alle geklärt wurden. Dies machte es sehr schwer dieses tolle Buch aus der Hand zu legen. In jedem Kapitel wird eine neue Antwort gegeben, zwei Ereignisse zusammen geführt aber auch eine neue Frage aufgeworfen. Was mir zudem sehr gut gefallen hat, war die Recherche, die Claire Winter betrieb. Romane über diese Zeit gibt es unzählige. Doch selten hat es eine Autorin geschafft mich mit so viel Neuem zu schockieren. Einige Dinge wusste ich wirklich noch nicht. Zudem spürte ich die Verzweiflung und das Grauen beim Lesen geradezu, ohne das Claire Winter mit dem Holzhammer hantieren musste.

Fazit: Eine packende und spannende Geschichte über das Schicksal zweier Frauen und deren Angehörige. Eine emotionale und berührende Geschichte voller Authentizität. Unbedingt lesen! 

Freitag, 22. Juli 2016

Rezension: Libba Bray - Der geheime Zirkel 01 Gemmas Visionen

OT: A Great And Terrible Beauty
Preis Ebook: 6,99 € 
Preis Taschenbuch: 10,95 €
Seitenanzahl: 480 Seiten 
Verlag: dtv

ISBN: 978-3-423-71683-3
Erscheinungsdatum: 27. Mai 2016 
Genre: Historische Jugendfantasy
Reihe: Band 1 von 3
Meine Wertung: 4/5 Sterne 

Klappentext England, 1895: Die 16-jährige Gemma wird auf einem Internat für höhere Töchter zur heiratsfähigen jungen Dame erzogen. Gemeinsam mit drei anderen Mädchen gründet sie einen geheimen Zirkel, der sich nachts zu »spiritistischen« Sitzungen trifft. Eines Tages passiert es dann: Für Gemma öffnet sich ein Tor aus Licht und mit ihren Freundinnen tritt sie in ein fantastisches Reich über, in dem alle Träume und Wünsche wahr werden. Doch bald schon erkennen sie, dass dieses magische Reich von einer schrecklichen Macht bedroht ist.

Schon lange hatte ich dieses Buch auf meiner Wunschliste. Als es dann auch noch ein wunderschönes neues Cover bekam, war der perfekte Zeitpunkt für "Der geheime Zirkel" endlich gekommen ;)

Gemma versteht nicht, weshalb sie nicht auf das Internat nach London darf, sondern bei ihrer Mutter in Indien bleiben muss. Immer wieder streiten sie sich darüber, bis ihre Mutter unter mysteriösen Umständen stirbt und Gemma von ihrer Familie nach London geschickt wird. Es plagen sie große Schuldgefühle, da sie sich mit ihrer Mutter in den letzten Wochen nicht besonders gut verstanden hat. Als sie Freundschaft mit ein paar zunächst sehr oberflächlich und arrogant scheinenden Mädchen schließt, fällt ihnen ein mysteriöses Tagebuch in die Hände und die Ereignisse nehmen ihren Lauf.

Die Geschichte, die zunächst in Indien spielt, konnte mich sofort mitreissen. Gemma mag nicht sofort die sympathischste Protagonistin aller Zeiten sein, doch gerade das machte sie von Beginn an sehr authentisch. Während des Buches gewinnt sie an Reife, entwickelt sich weiter und von dem quengeligen Mädchen vom Beginn des Buches ist zum Schluss kaum noch etwas übrig. Gerade diese Entwicklung gefiel mir unglaublich gut.

Auch die unglaublich dichte Atmosphäre, die Libba Bray in diesem Buch ununterbrochen aufrecht erhält, zieht den Leser durchgehend in den Bann der Geschichte. Den Schreibstil von Libba Bray schätzte ich schon bei "The Diviners". Er ist sehr beschreibend und bildhaft. Zudem liest sich das Buch sehr schnell.

Das Ende hatte für mich einige Überraschungen parat, die ich nicht erwartet habe. Ich freue mich nun unglaublich auf Band 2 dieser Geschichte und bin froh, dass ich "Der geheime Zirkel 01 Gemmas Visionen" endlich gelesen habe.

Fazit: Eine spannende Geschichte mit authentischen Charakteren und einer dichten Atmosphäre die ich vor allem Lesern die historisch angehauchte Bücher mit Hexen und einer ordentlichen Portion Mystik mögen, empfehlen kann ;)

Sonntag, 17. Juli 2016

Rezension: Abbi Glines - Until Friday Night 01 Maggie & West

OT: Until Friday Night 
Preis Ebook: 7,99 € 
Preis Taschenbuch: 8,99 €
Seitenanzahl: 304 Seiten 
Verlag: Piper 

ISBN: 978-3-492309196 
Erscheinungsdatum: 01. Juni 2016 
Genre: Young Adult 
Reihe: Band 1 von ? 
Meine Wertung: 3,5/5 Sterne 

Klappentext Nach außen hin ist West Ashby der gut aussehende Football-Held, der die Lawton Highschool zur Meisterschaft führen wird. Innerlich wird er jedoch von Ängsten um seinen krebskranken Dad zerfressen, und er kann mit niemandem darüber sprechen, da niemand davon erfahren soll. Als West eines Abends aber nicht mehr weiterweiß, vertraut er sich bei einer Party dem Mädchen an, das ihn bestimmt nicht verraten wird: Maggie, die seit einem schrecklichen Ereignis in ihrer Familie nicht mehr spricht. Umso mehr überrascht es West, als sie ihm plötzlich doch antwortet und dass er fortan an nichts anderes mehr denken kann, als an ihre sanfte Stimme und ihre weichen Lippen.

Ich habe bereits zwei Bücher der Autorin gelesen und schätze ihre Geschichten vor allem als Geschichten für Zwischendurch. Sie sind süß, kurzweilig, lassen sich sehr schnell lesen und sind packend geschrieben. Nachdem ich also die ersten beiden Bände der Sea Breeze Reihe gelesen hatte, war ich umso gespannter auf Abbi Glines Geschichte an einem ganz anderen Handlungsort.

Wie gewohnt, ist der Schreibstil von Abbi Glines sehr einfach. Das Buch ist unglaublich schnell gelesen und der Schreibstil ist sehr flüssig. Allerdings sind mir bei der Geschichte um Maggie und West erstmals einige Wortwiederholungen, sogar das Wiederholen ganzer Sätze aufgefallen. Keine Ahnung, ob ich das zuvor nicht bemerkt habe oder es in diesem Buch wirklich häufiger auftaucht. Gestört hat mich das nur minimal.

Die Charaktere Maggie und West, sowie die Nebencharaktere, waren mir gleich sehr sympathisch. Abbi Glines schafft es immer wieder, den Leser emotional an die Charaktere zu binden. Ich fühlte mit den beiden und wünschte ihnen nur das Beste. Dennoch war ich von ihnen nicht ganz so begeistert wie bspw. von Jax & Sadie oder Macus & Low.

"Until Friday Night" unterscheidet sich von den Büchern der "Sea Breeze" Reihe. Die "heißen Szenen" werden übersprungen und es wird deutlich mehr auf die Schicksale der beiden eingegangen. Das Buch soll tiefgründiger und emotionaler sein. An sich finde ich das gut. Doch Maggie und West konnten mich trotz ihrer wirklich heftigen Schicksale nur selten tief berühren.

Man sollte nicht meinen, dass ein so dünnes Buch zu langwierig sein kann und doch ertappte ich mich an so mancher Stelle bei dem Wunsch, das Ganze möge doch mal ein bisschen in die Pötte kommen. Gelangweilt habe ich mich nie, aber ich war auch nie so tief in der Geschichte, wie bei den vorherigen Büchern der Autorin. Zum Schluss gibt es eine "Wendung" die für mich völlig unnötig war. Genauer kann ich leider nicht darauf eingehen um nicht zu spoilern.

Fazit: Eine süße Geschichte, die mich teilweise packen und berühren konnte, jedoch nicht an die ersten beiden Bände der Sea Breeze Reihe heran kommt. 

Montag, 11. Juli 2016

Rezension: Matthew Quick - Flugstunden

OT: Love may fail
Preis Ebook: 14,99 €
Preis Softcover: 16,99 €
Seitenanzahl: 496 Seiten
Verlag: Rowohlt

ISBN: 978-3463400853
Erscheinungsdatum: 11. März 2016
Genre: Roman
Reihe: Einzelband
Meine Wertung: 3,5/5 Sterne 

Klappentext Portia Kane ist in einer Sackgasse angelangt. Sie hat ihr Leben vermasselt. Aber eines gibt es noch, was sie tun kann: Sie beschließt, ihren Lieblingslehrer aus der High School retten, den Mann, dem sie alles zu verdanken hat. Früher hat er seine Schüler Papierflugzeuge basteln und beschriften lassen, um sie Optimismus und Hoffnung zu lehren. Doch nach einem schockierenden Gewaltakt im Klassenzimmer hat er sich von der Welt zurückgezogen.

Portia möchte ihn ins Leben zurückholen, so sehr, wie sie daran glauben möchte, dass das Gute auf der Welt existiert. Eine halluzinierende Nonne und ein Ex-Junkie stehen ihr zur Seite, als eine Reise voller Wunder und Rückschläge ihren Anfang nimmt.


Die Erwartungen an Matthew Quicks neusten Roman waren gigantisch, da "Silver Linings" ein absolutes Lieblingsbuch von mir ist. Es geht tief, ist witzig und berührend zugleich. All das erhoffte ich mir auch von "Flugstunden".

Wie man schon an meiner Wertung erkennen kann, hat "Flugstunden" das leider nicht ganz geschafft. Dennoch konnte mich das Buch wieder sehr gut unterhalten und durch seine Besonderheit überzeugen. Zum Inhalt des Buches möchte ich gar nicht viel verraten, da der Klappentext bereits einiges preis gibt.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Matthew Quick hat einfach einen mitreißenden Schreibstil, der mit dem ersten Satz packen kann. Auch der Matthew Quick typische Humor kommt auf den ersten Seiten nicht zu kurz und so war ich gleich mitten in der Geschichte.

Die Charakterentwicklung ist Matthew Quick wieder perfekt gelungen. Eine Frau, die immer unabhängig sein wollte und Feministinnen bewundert, versauert in einem Leben mit ihrem Mann, der nicht nur Pornoproduzent ist, sondern sie auch noch betrügt. Bis sie einen Schlussstrich zieht. Ihre neue Lebensaufgabe: Den Lehrer retten, den sie damals so bewunderte. Besonders dieser Lehrer wuchs mir direkt ans Herz. Mit seiner eigenen Art zu unterrichten, beeinflusste er das Leben vieler Jugendlicher stark ins positive. Matthew Quicks Charaktere sind immer etwas überspitzt, etwas verrückt. Aber genau das macht seine Bücher zu etwas besonderem.

Soweit klingt doch alles perfekt! Jein, denn auch wenn mich die oben genannten Punkte überzeugen konnten, kam das Gefühl, das ich beim Lesen hatte überhaupt nicht an das heran, dass ich bei "Silver Linings" hatte. Und dann gibt es noch einen großen Minuspunkt und das ist die Handlung selbst. Wie bereits erwähnt konnte mich der Anfang komplett packen, doch nach etwa hundert Seiten begann ein etwas langwieriger Teil, bei welchem ich vermutlich aufgegeben hätte, wäre der Humor und der Schreibstil nicht nach wie vor lesenswert. Ich langweilte mich und legte das Buch längere Zeit zur Seite. Glücklicherweise war das nach weiteren ca. 100 Seiten dann auch zu Ende, denn da konnte mich das Buch wieder packen. Das Ende empfand ich als sehr authentisch und gelungen. Besonders beeindrucken konnte mich jedoch die Wirkung, die das Buch auch viele Tage nach der Beendung auf mich hatte. Ich begann zu grübeln, einiges zu hinterfragen, manche Passagen erst im Nachhinein genauer zu verstehen. Genau das muss ein gutes Buch haben.

Fazit: Einmal mehr zeigt Matthew Quick, dass er einen besonderen und individuellen Stil hat. Dies betrifft sowohl den Schreibstil selbst als auch die Charaktere und den Humor. Ich freue mich auf weitere Bücher des Autors :)