Freitag, 19. Februar 2016

Rezension: Gillian Flynn - Broken House

OT: The Grownup 
Preis Ebook: 3,99 € 
Preis Hardcover: 6,00€
Seitenanzahl: 64 Seiten
Verlag: Fischer 
ISBN: 978-3-596-03683-7

Erscheinungsdatum: 03. November 2015
Genre: Kurzgeschichte / Thriller
Reihe: Einzelband
Meine Wertung: 4,5/5 Sterne
 

Klappentext Die junge Nerdy hatte es bislang nicht leicht im Leben und bestreitet ihren Lebensunterhalt mit Wahrsagerei und sexuellen Dienstleistungen. Sie verdient nicht schlecht – meistens erzählt sie den Leuten genau das, was sie hören wollen. Bis sie Susan Burke trifft. Susan lebt in Carterhook Manor, einem alten viktorianischen Haus aus dem Jahr 1893, zusammen mit ihrem Mann, ihrem Sohn und ihrem Stiefsohn Miles. Susan ist völlig verängstigt, denn sie ist davon überzeugt, dass ein böser Geist von Haus und Stiefsohn Besitz ergriffen hat. Nerdy soll kommen und das Haus davon befreien. Die junge Frau glaubt weder an Geister noch an sonstige übernatürliche Dinge, aber hier bietet sich die Chance, sehr viel Geld zu verdienen. Aber als sie das Haus zum ersten Mal betritt und auch Miles trifft, fühlt sie es auch: Hier spukt kein Geist, hier lauert etwas Anderes. Etwas absolut Böses. Etwas, das töten will. 

Ich lese nur sehr selten Kurzgeschichten. Auch dieses Buch habe ich nur gelesen, weil mir Gone Girl von Gillian Flynn so gut gefallen hat. Meine Erwartungen waren nicht besonders hoch. Ein Thriller auf 64 Seiten? Wann soll denn da Spannung aufkommen? Und dennoch wagte ich den Versuch. 

Der Anfang von „Broken House“ ist recht ruhig, jedoch nicht langweilig. Man erhält einen Einblick in Nerdys Leben und ihre Vergangenheit. Wie wurde sie zu dem Menschen, der sie heute ist? Welche Erlebnisse haben sie geprägt? Doch relativ schnell ging es zur Sache. Gillian Flynn schaffte es tatsächlich mit dem Auftauchen von Susan Burke sofort Spannung aufkommen zu lassen. Und diese hielt an – Bis zum Schluss. 

Der Schreibstil von Gillian Flynn ist gewohnt flüssig geschrieben und sehr angenehm und leicht zu lesen. Doch in dieser Kurzgeschichte zeigt sie zudem, was für ein gutes Gespür sie für das richtige Tempo hat. Die gesamte Geschichte ist auf den Punkt und erzeugt beim Leser nicht nur nervenzerreissende Spannung sondern auch eine ordentliche Portion Grusel. 

Natürlich können die Charaktere auf diesen wenigen Seiten nicht von allen Seiten beleuchtet werden und doch fand ich sie authentisch und konnte sie mir gut vorstellen. Nerdy ist nicht die typische sympathische Frau, die man sofort gerne haben muss. Und dennoch fiebert man auf jeder Seite mit ihr. 

Ich hätte nie gedacht, dass eine Kurzgeschichte so spannend, fesselnd und überraschend sein kann. Das Ende von Broken House war abgeschlossen und lies dennoch Platz für Spekulationen. Es war auf jeden Fall überraschend und ganz anders als erwartet. 

Fazit: „Broken House“ gab mir viel mehr als erhofft. Es war spannend bis zum Schluss und hat mir sehr gut gefallen. Ein wahrer Leckerbissen für Zwischendurch! 

Kommentare:

  1. Huhu Corina,

    das klingt toll, das Buch ist bestimmt perfekt zum "zwischendurch" lesen geeignet. Danke für Deine
    Rezi ♥

    Liebe Grüße,
    Tanja

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    1. Huhu Tanja,

      das ist es auch :) In max. einer Stunde bist du durch ;)

      Liebe Grüße,
      Corina

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  2. Hallo! Ich habe das Buch auch kürzlich zu Ende gelesen und bin eigentlich ganz zufrieden damit. Die Autorin konnte mich mit dem Ende nicht ganz so überzeugen, aber sie schreibt einfach wahnsinnig gut. Am besten fand ich die Anekdoten über Nerdys Kindheit und Jugend und wie sie ihren Job beschreibt. Ich lass mal liebe Grüße da! Corinna

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    1. Hallöchen Corinna,

      ich fand das Ende soooo cool xD Aber du hast recht: Auch die Anekdoten und Beschreibungen hat die Autorin unglaublich gut hin bekommen. Ich finde eine so gelungene Kurzgeschichte zu schreiben ist wirklich ein riesen Talent :)

      Liebe Grüße,
      Corina

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