Sonntag, 10. Juli 2016

Rezension: Fiona Barton - Die Witwe

OT: The Widow
Preis Ebook: 14,99 €
Preis Softcover: 16,99 €
Seitenanzahl: 432 Seiten
Verlag: Wunderlich 

ISBN: 978-3805250979 
Erscheinungsdatum: 21. Mai 2016
Genre: Roman
Reihe: Einzelband 
Meine Wertung: 4/5 Sterne 

Klappentext Die Frau. Jean Taylor führt ein ganz normales Leben in einer englischen Kleinstadt: Sie hat ein hübsches Haus und einen netten Ehemann. Glen und sie führen eine gute Ehe.

Der Mann. Dann kommt der Tag, der alles ändert: Sie nennen Glen jetzt das Monster. Er soll etwas Unsagbares getan haben. Und Jeans heile Welt zerbricht.

Die Witwe. Jetzt liegt Glen auf dem Friedhof, und Jean ist zum ersten Mal allein. Allein und frei. Frei ihre Geschichte zu erzählen. Jean Taylor wird uns sagen, was sie weiß.


Wie schon auf dem Cover steht, handelt es sich bei "Die Witwe" um einen Roman und nicht um einen spannungsgeladenen oder gar actionreichen Thriller. Was darf von der Geschichte also genau erwartet werden?

Zunächst einmal überzeugten mich die unglaublich tiefen und facettenreichen Charaktere. Insbesondere "die Witwe", Jean Taylor, konnte mich auf Anhieb durch Ihre Authentizität überzeugen. Hierbei scheint Fiona Barton eine der wenigen Autorinnen zu sein, die eine Protagonistin nicht unbedingt liebenswert und intelligent kreieren musste. Ich finde das toll! Klar, ist es schön, wenn man sich mit der Hauptfigur einer Geschichte identifizieren kann oder sie einem ans Herz wächst, doch viel zu selten werden die Geschichten der Personen erzählt, die uns vielleicht nicht sofort sympathisch sind.

Der Stil der Autorin ist sehr einfach und ruhig. Das Geschichte lässt sich sehr schnell lesen. Auch wenn eigentlich gar nicht so viel passiert, fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Gerade zum Schluss konnte mich die Geschichte um Glen und Jean komplett packen und von sich überzeugen. Das Buch umfasst viele kurze Kapitel, die aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten spielen. Mir hat das sehr gut gefallen, auch wenn ich des Öftern durcheinander kam.

In die Geschichte selbst ist eigentlich schnell eingeführt. Sie handelt von einem Mann, der ein kleines Mädchen entführt haben soll, jedoch nicht verurteilt wurde. Einer Frau, die nach dem Tod ihres Mannes alleine mit den Anschuldigungen zurecht kommen muss. Einem Polizist, der immer noch nach dem kleinen Mädchen sucht. Einer Journalistin, die nach dem Tod des Mannes eine große Story wittert. Doch hat Glen das Mädchen wirklich entführt? Wo ist es? Hatte er Komplizen? Oder war alles doch ganz anders?

Zum Ende ist nichts mehr, wie es schien. Oder vielleicht doch? Die Spannung war nicht mehr zu überbieten. Seitenlang wusste ich gar nicht mehr, was ich noch glauben sollte und fieberte gespannt dem Ende hingegen. Fragen blieben keine offen und ich schlug dieses Buch vollends zufrieden zu :)

Fazit: Eine Geschichte, die sehr ruhig beginnt und dann immer mehr an Fahrt aufnimmt. Sehr besonders, sehr spannend und absolut empfehlenswert für Leser, bei denen nicht immer das Blut aus den Seiten laufen muss, sondern Spannung auch unterschwellig erzeugt werden darf ;)

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