Samstag, 20. August 2016

Rezension: Claire Winter - Die verbotene Zeit

Preis Ebook: 15,99 €
Preis Hardcover: 19,99 €
Seitenanzahl: 576 Seiten
Verlag: Diana 
ISBN: 978-3453291683

Erscheinungsdatum: 14. April 2015
Genre: Roman 
Reihe: Einzelband 
Meine Wertung: 4,5 Sterne 

Klappentext 1975: Nach einem schweren Autounfall sind Carlas Erinnerungen wie ausgelöscht, und sie setzt alles daran, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Der Journalist David Grant behauptet, sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren spurlos an der Küste von Cornwall verschwand. Doch kann sie ihm vertrauen? Lügen ihre Eltern sie an? Die Wahrheit führt Carla weit zurück in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer verbotenen Liebe, aber auch einer schrecklichen Schuld ...

Berlin, 1922: Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft verbindet Edith und Dora von Kindheit an eine so enge und treue Freundschaft, als wären sie Schwestern. Dora ist die Tochter eines einfachen Hausmädchens, Edith die eines reichen Papierfabrikanten. Die beiden wachsen im schillernden Treiben der Großstadt heran, und ihre Verbundenheit bleibt ihnen auch als Erwachsene erhalten. Dora findet ihr Glück mit dem ehemaligen Sportler Paul Behringer, und Edith heiratet den Adeligen Maximilian von Stettenheim. Doch wahre Liebe begegnet Edith erst mit dem charismatischen Violinisten Jules Cohn. In den gefährlichen politischen Zeiten der Dreißigerjahre lässt Edith sich auf ein gewagtes Spiel ein, denn Jules ist Jude und im Widerstand aktiv. Dora bleibt der einzige Mensch, dem sie vertrauen kann. Und Edith wird schließlich gezwungen, die Freundin um etwas zu bitten, das ihrer aller Leben auf dramatische Weise für immer verändern wird ...

"Die verbotene Zeit" war mein erstes Buch von Claire Winter und ich kann es jetzt schon kaum erwarten, weitere Bücher von ihr zu lesen. Das Buch packt von der ersten Seite an. Eine Frau verliert 1975 ihr Gedächtnis und findet auf der Suche nach ihren Erinnerungen noch viel mehr als diese. Der zweite Handlungsstrang, der im Jahr 1922 beginnt, erzählt die Geschichte zwei Freundinnen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Leser begleitet sie als Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Des Weiteren spielt die deutsche Geschichte zu dieser Zeit eine große Rolle. Die beiden Handlungsstränge werden im Laufe der Geschichte immer weiter verknüpft, bis es zum Schluss ein "großes Ganzes" ergibt.

Der Schreibstil von Claire Winter ist sehr eindringlich und emotinal. Auch die bildhafte Beschreibung der Charaktere und Handlungsorte machte das Lesen zu einem wahren Genuss. Die Charaktere, insbesondere Edith und Dora, konnte ich genaustens vor mir sehen. Gekonnt schafft es Claire Winter nicht nur mit der spannenden Handlung sondern auch mit Worten und Andeutungen Spannung zu schaffen.

Die Charaktere schloss ich schnell ins Herz. Auch wenn ich hier von keinem "Lieblingsstrang" sprechen kann, da mir beide Stänge sehr gut gefallen haben, empfand ich die Charaktere aus dem Jahre 1922  als noch authentischer und liebenswerter. Insbesondere die Entwicklung die Dora und Edith während des Buches durchmachten hat mir sehr gut gefallen.

Die Handlung selbst ist an Spannung kaum zu überbieten. Während des Lesens stellte ich mir tausende Fragen, die letztendlich zum Glück alle geklärt wurden. Dies machte es sehr schwer dieses tolle Buch aus der Hand zu legen. In jedem Kapitel wird eine neue Antwort gegeben, zwei Ereignisse zusammen geführt aber auch eine neue Frage aufgeworfen. Was mir zudem sehr gut gefallen hat, war die Recherche, die Claire Winter betrieb. Romane über diese Zeit gibt es unzählige. Doch selten hat es eine Autorin geschafft mich mit so viel Neuem zu schockieren. Einige Dinge wusste ich wirklich noch nicht. Zudem spürte ich die Verzweiflung und das Grauen beim Lesen geradezu, ohne das Claire Winter mit dem Holzhammer hantieren musste.

Fazit: Eine packende und spannende Geschichte über das Schicksal zweier Frauen und deren Angehörige. Eine emotionale und berührende Geschichte voller Authentizität. Unbedingt lesen! 

Kommentare:

  1. Ooh - das freut mcih, dass dir das Buch auch so gut gefallen hat! Mich hat es ja auch begeistert, wobei mir "Die Schwestern von Sherwood" noch mehr gefallen hat. :-) Du weißt, dass Claire Winter ein Psyeudonym ist und die Autorin auch noch unter dem Namen Claudia Ziegler schreibt? Falls dir der Lesestoff mal ausgeht ...

    LG Sabine

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    1. Huhu Sabine,

      dank dir habe ich die Autorin erst entdeckt ♥ "Die Schwestern von Sherwood" habe ich sogar schon auf dem SuB und ich bin schon unglaublich gespannt darauf. Lange wird es da jedenfalls nicht mehr liegen :) Dass Claire Winter ein Pseudonym ist wusste ich noch gar nicht! Da muss ich doch gleich mal gucken gehen ;)

      Liebe Grüße,
      Corina

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