Samstag, 3. September 2016

Rezension: Andrew Norriss - Jessicas Geist

OT: Jessicas Ghost 
Preis Ebook: 12,99 € 
Preis Softcover: 14,95 €
Seitenanzahl: 224 Seiten 
Verlag: Rowohlt

ISBN: 978-3499217449
Erscheinungsdatum: 26. August 2016 
Genre: Jugendroman
Reihe: Einzelband
Meine Wertung: 4/5 Sterne

Klappentext Francis führt in der Schule ein einsames, unglückliches Leben, denn er ist der einzige Junge, der sich für Mode interessiert und selbst Kleidung näht. Das perfekte Opfer. In Jessica findet er zum ersten Mal eine Freundin. Doch Jessica ist ein Geist, der seit über einem Jahr in der Stadt herumschwebt – bisher allerdings vollkommen unsichtbar. Wieso nicht für Francis? 

Dank zahlreicher begeisterter Stimmen von englischsprachigen Lesern, war ich unglaublich gespannt auf das Buch. Es umfasst gerade einmal 224 Seiten und gibt doch so viel Geschichte her. Schon auf der ersten Seite lernt Francis Jessica kennen. Einen Geist, wie es scheint. Die beiden schließen schnell eine tiefe Freundschaft. Doch sie bleiben nicht lange allein. Noch mehr Außenseiter können Jessica sehen und bilden eine kleine Clique. Doch warum können nur sie Jessica sehen während sie den anderen verborgen bleibt?

Der Schreibstil ist sehr flüssig und einfach zu lesen, weshalb er sich auch gut für jüngere Jugendliche eignet. Die Geschichte ist sehr besonders. Es geht um das Anderssein, Freundschaft, den Umgang mit Mobbing und das Erwachsenwerden. Auch deshalb finde ich das Buch für nahezu jede Altersgruppe empfehlenswert.

Die Charaktere sind allesamt Außenseiter aus verschiedensten Gründen. Ich denke, dass sich viele Kinder, Jugendliche und sogar Erwachsene mit ihnen identifizieren können. Besonders genoss ich beim Lesen den Humor, der etwas an John Green erinnert und der das Buch zu einem besonderen Lesevergnügen macht. Doch auch die Charaktere und der Umgang, den sie untereinander pflegen finde ich sowohl authentisch als auch sympathisch. Ich habe jedes der Kinder sehr schnell liebgewonnen und mochte sie, mit all ihren Eigenheiten.

Das Buch ist sehr schnell gelesen was nicht nur an der geringen Seitenzahl liegt. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, da ich unbedingt erfahren wollte, weshalb die Kinder Jessica sehen können und wie die Geschichte endet.

Das Ende war leider nicht ganz so wie erhofft. Mir hat hier etwas gefehlt, was das Ende aber nicht zu einem schlechten Ende macht. Hier wäre ganz einfach mehr drin gewesen.

Fazit: Eine Geschichte, die ich allen Lesern ab 10 Jahren empfehlen möchte. Ein Buch, dass sich meiner Meinung nach auch perfekt als Schullektüre eignet.

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